Montessori-Verein: Startschuss für Schulgründung

Viersen. Zufriedenheit und Aufbruchstimmung herrschten bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Viersener Montessori-Fördervereins – der ersten regulären Versammlung nach der Vereinsgründung im Sommer 2010. „Wir können auf ein Jahr mit zahlreichen Aktivitäten und einer Verfünffachung des Mitgliederbestands zurückblicken“, resümierte die Vorsitzende Laura Mavrides.

Mit zwei gut besuchten Informationsveranstaltungen, mehreren Straßenaktionen, der Erstellung verschiedener Publikationen und vielen Gesprächen habe es der Verein geschafft, sich bei den Viersener Eltern Gehör zu verschaffen und viel Zustimmung für die Etablierung einer Montessori-Grundschule ab 2013 zu gewinnen. Die im Oktober durchgeführte Fragebogenaktion in den städtischen Kindergärten habe über 60 Meldungen für die Warteliste ergeben – genug, um die Schulgründung nun konkret anzugehen. „Dabei haben wir nur einen Ausschnitt der potenziellen Schüler mit unserer Befragung erfasst“, erklärte die Vorsitzende. Durch verschiedene Rückmeldungen wisse man aber, dass sich gerade in den katholischen Kindergärten viele Eltern der Montessori-Pädagogik verbunden fühlen. „Leider haben diese Einrichtungen unsere Umfrage nicht unterstützt, so dass die betroffenen Eltern den Fragebogen nicht erhalten haben“. Auf der anderen Seite ist die Begeisterung für die Idee einer Montessori-Schule auf Umwegen bis nach Willich übergeschwappt. Dort hat sich eine Gruppe Eltern gefunden, die vor Ort aktiv für die Pläne des Vereins wirbt und, so Laura Mavrides, „schon mögliche Fahrgemeinschaften nach Viersen organisiert.“ Dies zeige, dass die geplante Schule ein besonderes pädagogisches Angebot mit kreisweiter Bedeutung sei.

Nach dem durchweg positiven Zwischenfazit waren sich die Vereinsmitglieder einig, dass nun der Startschuss für die Schulgründung erfolgen kann. Dazu müssen zahlreiche Einzelschritte geplant und koordiniert werden. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und die Fertigstellung des Pädagogischen Konzepts stehen ganz oben an, aber auch Gespräche mit der Stadt sollen bald folgen, denn: „ein solch anspruchsvolles Unterfangen lässt sich leichter bewältigen, wenn man sich willkommen fühlt und von möglichst vielen Seiten unterstützt wird.“